Bürgerschaftliches Engagement

Headerbild: Residenzschloss Darmstadt. Fotograf: Katrin Binner.

Bürgerschaftliches Engagement


Das Projekt leistet einen Beitrag zur Erforschung der historischen Genese des kommunalen Leitbilds nachhaltiger Entwicklung. Dabei wird die Interaktion zwischen Bürgerprotest sowie zivilgesellschaftlichem Umweltengagement einerseits und den etablierten politischen und administrativen Akteuren auf der anderen Seite sowie deren gemeinsame Transformation im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Die zentralen Fragen lauten: Wie funktioniert(e) Protest und zivilgesellschaftliches Engagement in den Untersuchungsstädten Mainz und Wiesbaden, auf welchen Gebieten, warum und zu welchen Zeitpunkten war dieses Engagement besonders folgenreich? Als methodisches Konzept dient das von der Gruppe integrativ eingesetzte Konzept des sozionaturalen Schauplatzes (Winiwarter/Schmid), das die für die Umweltbewegungsforschung charakteristische methodische Lücke zwischen dem Gebiet des Politischen und der physischen Umwelt schließen soll.

Den Ausgangspunkt bilden umstrittene umweltrelevante Ereignisse wie Chemieskandale, Flughafenausbau oder Nutzungskonflikte und die hieraus resultierende Etablierung oder Reaktion von Bürgerinitiativen und Protestbewegungen. Ihre Handlungsweisen, Vernetzungsstrategien, Milieuanbindung und ‚Verhaltensstile‘ werden ebenso untersucht wie die Frage ob, wann und wie Umweltschutz auf diese Weise in kommunalpolitischen Handlungsroutinen Aufnahme fand. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage nach der Problemkonstruktion und den spezifischen Lösungen, die in den Untersuchungsstädten Mainz und Wiesbaden für diese Probleme gefunden wurden.


Projektleiter: Prof. Dr. Jens Ivo Engels

Mitarbeiter: Matthias Lieb M.A.