Kommunikation

Headerbild: Residenzschloss Darmstadt. Fotograf: Katrin Binner.

Kommunikation


Dem Projekt liegt die Hypothese zugrunde, dass städtische Räume neben sonstigen Faktoren wesentlich auch durch sprachliches Handeln konstituiert werden, und zwar sowohl in kultureller und sozialer Hinsicht als auch im Rahmen personaler urbaner Identitäten, und dass dies auch für den bislang von der Forschung vernachlässigten Nachhaltigkeitsdiskurs auf der urbanen Ebene gilt. Das bedeutet, dass sich (diskursiv umkämpfte und/oder umworbene und damit imagerelevante) ‚Orte’ der Nachhaltigkeit in Städten identifizieren lassen müssten, die von lokalen Akteuren u. a. als Identifikationsangebote im Rahmen des Stadtmarketings kommuniziert werden. Das Projekt verfolgt daher am Beispiel eines Städtevergleichs Mainz/Wiesbaden (im Sinne eines „most similar cases design“) folgende Forschungsfrage: Durch welche textuell-kommunikativen Arrangements und welche diskursiven Praktiken städtischer Akteure werden in diesen beiden Städten im Rahmen des Nachhaltigkeitsdiskurses welche Räume konstituiert, welche Rolle spielen diese Räume für Identität und Image der jeweiligen Stadt, und inwiefern verläuft diese Raumkonstitution nach stadtspezifischen Diskursmustern? Der text- und diskurslinguistische Ansatz des Projekts in Verbindung mit einem (linguistisch operationalisierten) umwelthistorischen Ansatz verspricht innovative Erkenntnisse sowohl über den Nachhaltigkeitsdiskurs als auch für die Stadtsprachenforschung und die diskursanalytische Methodologie.


Projektleiterin: Prof. Dr. Nina Janich

Mitarbeiterin: Viona Niemczyk M.A.