Sichtbares Wasser

Headerbild: Residenzschloss Darmstadt. Fotograf: Katrin Binner.

Sichtbares Wasser


Die Art und Weise, wie eine Stadt und ihre Bevölkerung ‘sichtbares’ Oberflächenwasser in der Stadt wahrnehmen, nutzen und gestalten, ermöglicht vertiefte Einblicke in lokalspezifische Praktiken und Dynamiken bei der Entwicklung und Umsetzung einer städtischen Nachhaltigkeitspolitik. Leitfrage dieses umwelthistorischen Projekt ist daher, wie sich der Umgang mit Wasser in Mainz und Wiesbaden insbesondere seit der umweltpolitischen Epochenschwelle der 1970er Jahre gestaltet hat und ob signifikante Veränderungen mit der politisch angestrebten Ausrichtung auf nachhaltige Entwicklung in Zusammenhang stehen.

Im Zentrum steht das ‘sichtbare’ Wasser: der Rhein als der große, stadtprägende Fluss, kleinere städtische Fließ- und Standgewässer sowie Quellen natürlichen Ursprungs, künstliche Wasserflächen und -stellen wie Parkseen und Brunnen. Das vielschichtige und historisch spannungsreiche ‘Stadt-Fluss-Verhältnis’ im Hinblick auf eine mögliche ‘eigenlogische’ stadtspezifische Entwicklung zu untersuchen, bildet einen zentralen Aspekt des Projekts. Nicht minder relevant ist die Erforschung des starken Schwankungen unterworfenen Umgangs mit natürlichen Fließgewässern im Weichbild der Stadt. Schließlich wird auch die Untersuchung künstlicher Wasserflächen und -stellen Aussagen zur Bedeutung von Wasser für die Entwicklung stadtindividueller Handlungs- und Entscheidungslogiken ermöglichen und damit grundsätzliche Vorstellungen über Weg und Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung, aber auch in zugespitzter Form über die Beziehungen zwischen Stadt und Natur erkennen lassen.


Projektleiter: Prof. Dr. Dieter Schott

Mitarbeiter: Dr. Michael Toyka-Seid

Studentische Hilfskraft: Martin Mainka