DFG-Projektverbund

Luftbild Innenstadt Darmstadt mit Residenzschloss. Fotograf: Nikolaus Heiss

DFG-Projektverbund „Eigenlogik der Städte“


Der Projektverbund „Eigenlogik der Städte“ wurde von 2008-2013 von der DFG gefördert und hatte sich das Ziel gesetzt, Städte als auf spezifische Weise vergesellschaftende Einheiten zu untersuchen. „Stadt“ wurde vom Projektverbund raumtheoretisch als Form definiert, die sich nach Dichte und Heterogenität unterscheidet und auf verschiedene Weise Menschen in stadtbezogene Sinnkontexte inkludiert. Die These lautet, dass sich in jeder Stadt spezifische und unterscheidbare Konstellationen zusammenhängender Wissensbestände und Ausdrucksformen herausbilden, die Menschen in ihren Praktiken auf unterschiedliche Weise prägen. Der Begriff der Eigenlogik der Städte erfasst diese verborgenen Strukturen von Städten als vor Ort eingespielte, zumeist stillschweigend wirksame präreflexive Prozesse der Sinnformung mitsamt ihrer körperlich-materiellen Einschreibung.


Die Eigenlogik der Städte kann nur vergleichend untersucht werden. Gegenstand der Arbeit des Projektverbunds war es daher, an Fallbeispielen zu diskursiven und materiellen Praktiken im Vergleich je zweier deutscher und britischer Städte (Dortmund, Frankfurt am Main, Birmingham, Glasgow) erstens für die jeweilige Stadt typische, wiederkehrende Muster zu identifizieren. Zweitens wurden die Ergebnisse der Projekte unter der theoretischen und methodologischen Fragestellung zusammengeführt, ob und wie durch die verschiedenen Praktiken hindurch eine eigenlogische Struktur der jeweiligen Stadt rekonstruierbar ist.

Wichtige Ergebnisse des Projektes sind unter anderem in der Campus-Reihe „Interdisziplinäre Stadtforschung“ veröffentlicht worden.