Die Stadt Mannheim, die Heinrich-Vetter-Stifung und die Stadtmarketing Mannheim GmbH haben im Rahmen ihres Stadtentwicklungsprozesses „Kultur, Raum, Stadt … Mannheim 2020“ die TU Darmstadt beauftragt, eine Studie zur Eigenlogik Mannheims zu erstellen. Den Abschlussbericht kann man auf folgender Seite einsehen bitte hier klicken…
Andreas Hoppe (2009) in: Proceedings 6th European Congress on Regional Geoscientific Cartography and Information Systems, vol. 1: 62-63, Munich.
My endeavour in this paper is to develop a view of the city that productively addresses the differences between cities rather than ignoring them. The thesis I accordingly present for discussion is that cities develop and display an intrinsic logic (Eigenlogik) that pre-structures development opportunities. Just as cities produce typical politicians, display typical advertising, and design typical public spaces, they also develop spatial arrangements typical of each of them.
"The first part of the 21st century will be the age of the city, the ‘Urban’ Age”, heißt es in einem Konzeptpapier der Alfred Herrhausen Gesellschaft. Bereits jeder zweite Mensch lebt heute in einem städtischen Gefüge, ein Fünftel der globalen Wirtschaftskraft wird in den Städten der Industrieländer erarbeitet. Auch in den Ländern des Südens konzentriert sich die Produktivkraft in den Städten. In Lagos z.B. erwirtschaften acht Prozent der Bevölkerung 30 Prozent des Bruttosozialprodukts, in Tokio 28 Prozent der Bevölkerung 40 Prozent der Wirtschaftskraft.
Dabei ist das Leben in den Städten für viele Menschen eine große Herausforderung, die Stadt selbst eine ewige Baustelle. Nach einer aktuellen Umfrage des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung sind 30 Prozent der Erwachsenen in Großstädten und 33 Prozent in Mittelstädten mit ihrer Lebenssituation am Wohnort unzufrieden. Dies bezieht sich zunächst auf Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten; kritisiert wird aber auch ein Mangel an Möglichkeiten, sich an städtischer Planung zu beteiligen. Das vorliegende Heft soll einen Einblick in die Darmstädter Forschung zur Stadtentwicklung bieten. Im Zentrum steht die Analyse von Verbesserungsmöglichkeiten: sozial, ästhetisch, technisch, nachhaltig. Diese können nur erfolgreich gelingen, wenn auch die Eigenlogik der jeweiligen Stadt, wenn ihr individueller Charakter und ihre historischen, kulturellen und landschaftlichen Verwurzelungen systematisch erforscht werden. Interdisziplinäre Forschung soll es möglich machen, für die Stadt der Zukunft gleichermaßen soziale Gerechtigkeit, innovative Konzepte politischer Steuerung, ansprechende bauliche Gestaltgebung und wirtschaftlichen Erfolg zu denken.
Prof. Dr. Martina Löw, Forschungsschwerpunkt Stadtforschung