DFG-Forschergruppe "Wissensordnungen"

DFG-Forschergruppe „Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens“

In Kooperation zwischen Ingenieur- und Sozialwissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen wurde der Frage nachgegangen, inwieweit es von stadtspezifischen Bedingungen abhängt, dass bestimmte verfügbare Wissensbestände in politischen Entscheidungen aufgegriffen oder auch erst entwickelt werden und andere nicht. Dabei wurde davon ausgegangen, dass lokale Problemdefinitionen, Handlungsorientierungen und Problemlösungsstrategien von einer „Deutungs-“ und „Wissenswahl“ abhängen, in der zum Ausdruck kommt, was in spezifischen örtlichen Kontexten als sachlich und normativ angemessen gilt. Es wurde untersucht, wie solche Standards normativer und sachlicher Angemessenheit in einem je spezifischen örtlichen Kontext generiert, reproduziert und in Frage gestellt werden.

Bei diesen Prozessen einer „Deutungs-“ und „Wissenswahl“ treten in Städten Unterschiede auf. Entgegen der vielfach behaupteten Konvergenz der Städte wurde davon ausgegangen, dass die spezifische Kombination von Wissen in einer Stadt in der Differenz zu anderen Städten eine wesentliche Ursache für die Varianz städtischer Politik ist. Eine Wissenslücke (ob gewollt oder ungewollt) oder die Dominanz bestimmter Wissensformen hätte demnach unmittelbar Auswirkungen auf politische Entscheidungen (die „Handlungswahl“).

Ziel der Forschergruppe war es, die Muster der Generierung handlungsrelevanten Wissens zu entschlüsseln. Die empirischen Untersuchungen konzentrierten sich auf die Städte Frankfurt, München und Stuttgart und die Frage, welche Strategien im Umgang mit dem Klimawandel in den lokalen Handlungsfeldern der Verkehrsplanung und -entwicklung, der Entwicklung von Bauland für Neubauprojekte (Flächenmanagement) sowie der energetischen Sanierung des privaten Gebäudebestands verfolgt und welche Maßnahmen umgesetzt wurden.

Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens – am Beispiel lokaler Strategien und Maßnahmen gegen den Klimawandel

Lokale Formierung handlungsrelevanten Wissens im europäischen Kontext

Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens – am Beispiel lokaler Strategien und Maßnahmen gegen den Klimawandel in Flächenmanagement und Immobilienwirtschaft

Städtewettbewerb, Städtenetze und lokales Politiklernen im Klimawandel

Städtische Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement

Verwaltungsalltag: Die Generierung von Wissen in der Planungs- und Umweltverwaltung