DFG-Projektverbund "Urbane Umwelten"

DFG-Projektverbund „Urbane Umwelten“

Der interdisziplinäre Projektverbund untersuchte nachhaltigkeitsbezogene Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse von Städten. Seit der Weltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 stellt ‚Nachhaltigkeit‘ das allgemein akzeptierte Leitbild zukunftsfähiger Stadtentwicklung dar. Aber Städte entwickeln und verfolgen Nachhaltigkeitsziele in höchst unterschiedlicher, stadtspezifischer Weise. Materielle Ausstattung und räumliche Verortung, soziale und technologische Entwicklungen, gesellschaftliche und politische Debatten sowie lokale Traditionen der Ressourcennutzung beeinflussen den Umgang mit dem Nachhaltigkeitspostulat.

Der stadtspezifische Charakter von Arrangements und Praktiken, die den Nachhaltigkeitsdiskurs und die nachhaltige Stadtgestaltung in unterschiedlicher Weise prägen, stand folglich im Fokus des Interesses der beteiligten Projekte. Über die Erforschung des Besonderen der jeweiligen Städte in unterschiedlichen Untersuchungsfeldern entstand perspektivisch die Möglichkeit, die im systematischen Vergleich von zwei individuellen Städten – der benachbarten und doch recht unterschiedlichen Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden – gewonnenen Befunde auf ihre Relevanz für weitere Städte zu überprüfen.

Durch die vernetzte Forschung wurde auch eine stärkere Erklärungskraft der disziplinären Befunde hinsichtlich Identifizierung und Erklärung stadtspezifischer Handlungsmuster und Entscheidungslogiken erwartet. Allen Projekten wurde daher ein gemeinsames methodisch- begriffliches Konzept aus der Umweltgeschichte zugrunde gelegt, das Städte und ihre Umwelten als ‚sozionaturale Schauplätze‘ interpretierte und das Verhältnis von ‚städtischer Natur‘ und städtischer Gesellschaft als ein besonderes und enges Beziehungsgeflecht betrachtete.

Kommunikation

Infrastrukturen

Sichtbares Wasser

Bürgerschaftliches Engagement